Arbeitsmedizin für Unternehmen Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz

Arbeitsmedizin für Unternehmen

Die Gesundheit zu erhalten und zu fördern, aus dem Arbeitsleben resultierende schädliche Einflüsse zu verhindern, Krankheiten und Gesundheitsschäden früh zu erkennen sowie eine berufliche Wiedereingliederung nach länger dauerndem krankheitsbedingtem Ausfall zu begleiten, ist Ziel einer wirksamen Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.

Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens ist sowohl von der fachlichen Kompetenz der Mitarbeiter als auch von der Motivation, der Kreativität, dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Mitarbeiter abhängig. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Wirksam und nachhaltig gelingt dies im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein systematischer Prozess unter Einbeziehung aller betrieblichen Strukturen mit dem Ziel, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann helfen, Ausfallzeiten und Versicherungskosten zu senken, Motivation und Produktivität zu steigern und die Kundenorientierung sowie das Unternehmensimage zu verbessern.

Wir bieten Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften

  • Arbeitsmedizinische Beratung bis hin zu speziellen Fachfragen
  • Kompetente Gesprächspartner für die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes
  • Aktuelle Fachinformationen
  • Beratung zur betrieblichen Gesundheitsförderung und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement
  • Beratung in organisatorischen Fragen und bei Konflikten
  • Beratung zum Qualitätsmanagement

Wen Unternehmen als Betriebsarzt bestellen dürfen

Gemäß § 3 Unfallverhütungsvorschrift Betriebsärzte A 2 darf ein Unternehmer als Betriebsärzte nur Ärzte bestellen, die über die erforderliche arbeitsmedizinische Qualifikation verfügen. Die erforderliche Fachkunde liegt bei Ärzten vor, die die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“, die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ oder früher im Wege von Sonderbestimmungen einen anderen Qualifikationsnachweis (sog. „Erweiterte Arbeitsmedizinische Fachkunde“) erworben haben.

Unterhalb der Schwelle dieser Anforderungen darf ein Arbeitgeber vorübergehend Ärzte zu Betriebsärzten bestellen, die sich noch in der Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ oder der Facharztbezeichnung „Arbeitsmedizin“ befinden. Hierfür muss dem angehenden Betriebsarzt jedoch von der zuständigen Ärztekammer (auf Antrag) eine „Bescheinigung über die Arbeitsmedizinische Fachkunde“ ausgestellt werden.

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Vertragsgestaltung

Im § 2 ASiG ist festgelegt, worauf Unternehmen bei der Bestellung eines Betriebsarztes achten müssen.

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Aufgabenfelder von Betriebsärzten

Die Aufgaben von Betriebsärzten sind im Wesentlichen im Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz, ASiG) niedergelegt. Hierin ist ganz generell festgelegt, dass der Betriebsarzt den Unternehmer „in allen Fragen des medizinischen Arbeitsschutzes“ zu beraten hat.

Betriebsärzte haben insbesondere den Arbeitgeber und die sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen zu beraten, bei

  • der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und von sozialen sowie sanitären Einrichtungen
  • der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen
  • der Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln
  • arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und sonstigen ergonomischen sowie arbeitshygienischen Fragen, insbesondere des Arbeitsrhythmus, der Arbeitszeit und der Pausenregelung
  • der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung
  • der Organisation der „Ersten Hilfe“ im Betrieb
  • Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung Behinderter in den Arbeitsprozess
  • der Beurteilung von Arbeitsbedingungen
  • die Arbeitnehmer zu untersuchen, arbeitsmedizinisch zu beurteilen und zu beraten sowie die Untersuchungsergebnisse zu erfassen und auszuwerten

Betriebsärzte tragen Sorge für die Durchführung des Arbeitsschutzes und die Unfallverhütung und sind im Zusammenhang damit zuständig dafür,

  • die Arbeitsstätten in regelmäßigen Abständen zu begehen und festgestellte Mängel dem Arbeitsgeber oder der sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen mitzuteilen, Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mängel vorzuschlagen und auf deren Durchführung hinzuwirken
  • auf die Benutzung von Körperschutzmitteln zu achten
  • Ursachen von arbeitsbedingten Erkrankungen zu untersuchen, die Untersuchungsergebnisse zu erfassen und auszuwerten und dem Arbeitsgeber Maßnahmen zur Verhütung dieser Erkrankungen vorzuschlagen darauf hinzuwirken, dass sich alle im Betrieb Beschäftigten den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung entsprechen verhalten, insbesondere sie über die Unfall- und Gesundheitsgefahren, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt sind, sowie über die Einrichtungen und Maßnahmen zur Abwendung dieser Verfahren zu belehren und bei der Einsatzplanung und Schulung der Helfer in „Erster Hilfe“ und des medizinischen Hilfspersonals mitzuwirken