Arbeitsgruppe Geschichte der Arbeitsmedizin im 20. Jahrhundert Aus der Vergangenheit für die Zukunft

Arbeitsgruppe "Geschichte der Arbeitsmedizin im 20. Jahrhundert"

Die Arbeitsgruppe „Geschichte der Arbeitsmedizin im 20. Jahrhundert“ ist die jüngste des VDBW. 2019 hat sich eine Arbeitsgruppe interessierter Kolleginnen und Kollegen gebildet, die sich vor allem mit den geschichtlichen Vorgängen und Fakten beschäftigen möchte, deren Verständnis für unsere Tätigkeit im Fachgebiet heute eine Bedeutung haben.

Themen, die uns bewegen

  • Gesundheitsschutz im Kaiserreich
  • Rolle der Betriebsärztinnen und -ärzte während der NS-Zeit
  • Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die vorhandenen Strukturen im Bereich Arbeitsschutz/Arbeitsmedizin
  • Geschichte des VDBW
  • Interviews mit zum Teil verstorbenen Arbeitsmedizinern wurden durch das Institut für Arbeitsmedizin Tübingen durchgeführt. Die AG könnte die Einrichtung eines „Archivs zur mündlichen Geschichte“ im Sinne einer Quellensicherung vorantreiben
  • Rolle der Gewerkschaften im Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Verhältnis der Berufsgenossenschaften zu Betriebsärztinnen und -ärzten
  • Entwicklung des BK-Rechtes
  • Ärztekammern und arbeitsmedizinische Weiterbildung (z.B. kleine Fachkunde)
  • Bedeutungswandel der Vorsorge"untersuchung"

Die Geschichte im Fokus

Sicher haben Sie bemerkt, dass sich der VDBW in den vergangenen Jahren der neueren Geschichte der Arbeitsmedizin zuwendet. Dr. Pierre Pfütsch vom Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch Stiftung in Stuttgart referierte beim Deutschen Betriebsärzte-Kongress 2016 über die Entwicklung des Konzeptes der „Betriebszentrierten Gesundheitsführung“ Mitte der 1930er Jahre im nationalsozialistischen Deutschland. Prof. Dr. Gine Elsner aus Frankfurt stellte 2017 ihre Recherchen zur Versorgung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen durch Betriebsärzte zur Verfügung. Zum Thema politisierte Medizin in der DDR und zum Verhältnis Betriebsgesundheit/Arbeitsmedizin berichtete Prof. Dr. Florian Steger vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universität Ulm 2018 und löste kontroverse Diskussionen aus. Und im Jahr 2019 sprach Dr. Bodo Marschall über die Geschichte des Arbeitssicherheitsgesetzes unter dem Titel „Wieviel Fremdbestimmung erträgt die Arbeitsmedizin?“ und Prof. Dr. Fritz Dross vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin in Erlangen-Nürnberg referierte aus seinem Forschungsgebiet „Vom Wert des Menschen und seiner Arbeit. Leistungsmedizin im 19. und 20. Jahrhundert“.

Werden Sie Teil der Arbeitsgruppe

Der VDBW hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Arbeitsmedizin zu beleuchten und ist interessiert an der umfangreichen Aufklärung des betriebsärztlichen Handelns in der Vergangenheit – machen Sie mit! Wir freuen uns sehr, wenn Sie sich angesprochen fühlen, an diesem Thema mitzuarbeiten und sich einzubringen. Bitte senden Sie dann eine E-Mail an die Arbeitsgruppe.

christine.kallenberg@web.de