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Eignung  
Die Vorsorge im Rahmen der ArbMedVV dient der Gesunderhaltung der Beschäftigten und der Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und nicht der Feststellung der Eignung. Es gibt in Deutschland einige Rechtsvorschriften, die eine Eignungsuntersuchung gesetzlich vorschreiben (z.B. für Busfahrer/-innen in der Fahrerlaubnisverordnung). Sofern aufgrund der Tätigkeit erforderlich, kann durch tarifvertragliche Regelungen oder z.B. eine Betriebsvereinbarung eine arbeitsrechtliche Grundlage geschaffen werden. Hierbei ist stets der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten.  
Arbeitsmedizinische Vorsorge  
Arbeitsmedizinische Vorsorge ist eine individuelle Arbeitsschutzmaßnahme und stellt damit eine wertvolle Ergänzung der technischen und organisatorischen Arbeitsschutzmaßnahmen dar, die sie aber nicht ersetzen darf. Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge beraten Betriebsärzte den Beschäftigten über die Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit und beurteilen diese auch in Hinblick auf seine individuelle Gesundheit. Die Arbeitsmedizinische Vorsorge  ist seit 2008 in der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) geregelt (erste Änderung 2013, zuletzt 2019). Diese richtet sich an Arbeitgeber und an Ärzte. Arbeitgeber müssen entsprechend der im Anhang zur ArbMedVV festgelegten Vorsorgeanlässe eine Pflichtvorsorge veranlassen oder eine Angebotsvorsorge anbieten. Daneben haben Beschäftigte das Recht, sich auf ihren Wunsch hin arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge wird durch einen Arzt/eine Ärztin für Arbeitsmedizin oder mit Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin durchgeführt. Der Arzt/ die Ärztin muss sich vor Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge die notwendigen Kenntnisse über die Arbeitsplatzverhältnisse verschaffen. Zentrales Element der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist die Beratung durch den Betriebsarzt. Körperliche und apparative Untersuchungen werden nach Aufklärung durch den Betriebsarzt durchgeführt, wenn der Beschäftigte dies nicht ablehnt. Aus tätigkeitsbedingten Infektionsrisiken kann die Empfehlung einer Impfung folgen. Die Inhalte und das Ergebnis der arbeitsmedizinischen Vorsorge sind vertraulich und unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Der Arbeitgeber erhält eine Vorsorgebescheinigung, aus der hervorgeht, dass und wann die arbeitsmedizinische Vorsorge stattgefunden hat und wann die nächste Vorsorge empfohlen wird. Die Mitteilung eines ärztlich empfohlenen Tätigkeitswechsels bedarf der Einwilligung des  Beschäftigten. Ergeben sich allerdings aus den arbeitsmedizinischen Vorsorgen Hinweise auf erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen im Betrieb, muss der Betriebsarzt dies dem Arbeitgeber mitteilen. Arbeitsmedizinische Regeln (AMR) geben den Stand der Technik und sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse wieder und konkretisieren die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge. Arbeitsmedizinische Empfehlungen (AME) beruhen auf gesicherten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen. Sie werden vom Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) aufgestellt oder angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Arbeitsmedizinischen Regeln (AMR) haben AME keine Vermutungswirkung sondern allein Empfehlungscharakter. Arbeitsmedizinische Vorsorge dient der Früherkennung von Gesundheitsstörungen sowie der Feststellung, ob bei der Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung besteht. Sie dient nicht dem Nachweis der gesundheitlichen Eignung für berufliche Anforderungen. Eignungsuntersuchungen sind gutachterliche Untersuchungen und dienen dem Nachweis der gesundheitlichen Eignung für bestimmte berufliche Anforderungen. Sie unterliegen insbesonders arbeitsrechtlichen und datenschutzrechtlichen Bestimmungen.  
Gefährdungsbeurteilung  
Gefährdungsbeurteilung In weiteren Gesetzen und Verordnungen werden die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung weiter konkretisiert (s. Kasten). Seit 2013 sind in § 5 ArbSchG die psychischen Belastungen ausdrücklich als Teil der Gefährdungsbeurteilung aufgenommen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen und das Ergebnis der Überprüfung zu dokumentieren. Er kann sich bei der Gefährdungsbeurteilung durch fachkundige Personen, insbesondere Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen lassen. Die Verantwortung bleibt jedoch beim Arbeitgeber. Die Gefährdungsbeurteilung ist kein einmaliger Prozess, sondern in regelmäßigen Abständen und anlassbezogen zu wiederholen. Eine gewissenhaft durchgeführte Gefährdungsbeurteilung ist die solide Grundlage für die Ausrichtung des betrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Weitere Informationen unter: http://www.gefaehrdungsbeurteilung.de https://www.dguv.de/de/praevention/themen-a-z/gefaehrdungsbeurteilung/index.jsp  
Praktische Arbeits- und Betriebsmedizin  
Praktische Arbeits- und Betriebsmedizin Die Arbeitsmedizin übernimmt die Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Fragen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Der Betriebsarzt berät den Arbeitgeber u. a. zu  ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitszeitregelung, Hygiene am Arbeitsplatz, Schutzausrüstung, Fragen der Arbeitsorganisation und zur Vorsorge sowie Fragen der Eignung. Gesundheitsmanagement im Unternehmen wird von Betriebsärzten initiiert, moderiert und unterstützt. Fragestellungen zu passgenauen Maßnahmen wie Gesundheitsförderung werden aufgegriffen. Gesundheitstage im Unternehmen, Kampagnen zu Schwerpunktaktionen wie Ernährung, Bluthochdruck, Nichtraucheraktionen, Suchtberatung, Krebsfrüherkennung werden betriebsärztlich angestoßen und durchgeführt. Herausforderungen sind unter dem Stichwort Arbeit 4.0 Themen wie Crowd-working, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Zunahme von Solo-Selbständigen. Arbeitsmedizin wird zunehmend an Bedeutung gewinnen – Stärkung der Gesundheitskompetenz von Beschäftigten in Arbeitsverhältnissen mit Faktoren der Entgrenzung, Führen aus der Ferne sowie Telearbeit erhalten eine hohe Bedeutung und fordern flexible angepasste Formen der Betreuung.  
Neue Arbeitsformen  
Die klassische Tätigkeit als Beschäftigter in Unternehmen wird erheblich zurückgehen. Gleichzeitig werden die neuen Formen der Arbeit zunehmen. Dies stellt die Arbeitsmedizin vor große Herausforderungen und verändert die Aufgaben der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte ebenso wie die Beratungsinhalte für Beschäftigte und Unternehmen.  
Rechtliche Grundlagen  
Hier werden die Verpflichtungen des Arbeitgebers in diesen Bereichen – wie das Erstellen einer Gefährdungsbeurteilung, die Unterweisung aller Mitarbeiter oder die arbeitsmedizinische Vorsorge – konkret geregelt.  
Patientendaten-Schutz-Gesetz: Voller Zugriff auf die ePa für Betriebsärzte möglich  
Am vergangenen Freitag, den 3. Juli 2020, konnte der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte einen wichtigen Erfolg für die Betriebsärzte erzielen: Mit dem Beschluss des Patientendaten-Schutz-Gesetzes (PDSG) erhalten Fachärzte für Arbeitsmedizin und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin vollen Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePa).  
Neue Weiterbildungsordnung in Kraft getreten  
Am 1. Juli 2020 ist die neue Weiterbildungsordnung (WBO) in den Landesärztekammern Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe in Kraft getreten.  
FAQ zur Verwendung von Schutzmasken und weiterer Schutzausrüstung  
Zunehmend weisen die Berufsgenossenschaften darauf hin, dass Plagiate bzw. gefälschte Schutzmasken mit verminderter Qualität in Verkehr gebracht werden.  
Mein VDBW  
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