114 Treffer:
Anmeldung Natürliche UV-Strahlung  
Anmeldung zur Online-Veranstaltung "Natürliche UV Strahlung" am 18.9.2020 Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Fortbildungsveranstaltung. Leider ist die Maximalteilnehmerzahl bereits erreicht. Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema sind bereits in Planung.  
AME "Umgang mit aufgrund der SARS-CoV-2-Epidemie besonders schutzbedürftigen Beschäftigten"  
Die Herausforderungen im Umgang mit besonders schutzbedürftigen Beschäftigten im Rahmen der SARS-CoV-2-Epidemie werden international diskutiert.  
Handlungshilfen für Bühnen und Orchester  
Der Kulturbetrieb in der Corona-Pandemie Ihre Ansprechpartner Handlungshilfen und weiterführende Links BGW Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Für die Tätigkeit von Maskenbildner*innen ist der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandart der BGW für Friseurbetriebe, wie auch der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard-Kosmetik der BGW sinngemäß anzuwenden. Dirk Mürbe1, Mario Fleischer1, Julia Lange2, Hansjörg Rotheudt2, Martin Kriegel2 Charité Universitätsmedizin Berlin1  in Zusammenarbeit mit TU Berlin2 Emissionsrate und Partikelgröße von Bioaerosolen beim Atmen, Sprechen und Husten Erhöhung der Aerosolbildung beim professionellen Singen Risikobewertung von Innenräumen zu virenbeladenen Aerosolen Risikobewertung von Probenräumen für Chöre hinsichtlich virenbeladenen Aerosolen Risikobewertung von virenbeladenen Aerosolen anhand der CO2-Konzentration Deutsche Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin e.V. Musizieren während der SARS-CoV-2-Pandemie Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM) zum Infektionsschutz beim Musizieren Stand: 14.05.2020 Christian J. Kähler, Rainer Hain Universität der Bundeswehr München Musizieren während der Pandemie – was rät die Wissenschaft? Über Infektionsrisiken beim Chorsingen und Musizieren mit Blasinstrumenten Version vom 07.05.2020 Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen Vierte Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 Stand: 08.05.2020 Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) In der ab dem 30. Mai 2020 gültigen Fassung Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchVO NRW Schweizerischer Bühnenverband, Schweizer Verband technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe, Verband Schweizerischer Berufsorchester Schutzkonzept im Rahmen der schrittweisen Lockerung der BAG-Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus (COVID-19) für Theater-, Konzert- und Veranstaltungsbetriebe in der Schweiz Version 2.2 vom 22.05.2020 Prof. Dr. med. Dr. phil. Claudia Spahn, Prof. Dr. med. Bernhard Richter Freiburger Institut für Musikermedizin, Universitätsklinikum und Hochschule für Musik Freiburg Risikoeinschätzung einer Coronavirus-Infektion im Bereich Musik Drittes Update vom 01.07.2020 ta.med Gemeinnütziger Verein für Tanzmedizin Überlegungen und Empfehlungen zur Wiederaufnahme und Durchführung eines regelmäßigen Trainings- und Probenbetriebes im Bereich des professionellen Bühnentanzes an Stadt-, Staats- und Landestheatern im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie Version 2 vom 08.07.2020 VBG Verwaltungsberufsgenossenschaft SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich: Probenbetrieb Stand: 09.07.2020 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard – Empfehlungen für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich: Ausstattungen Stand: 14.05.2020 Verband Deutscher Musikschulen FAQ des VdM in Zusammenarbeit mit dem LVdM NRW für den Wiedereinstieg in den Unterricht mit besonderer Berücksichtigung der Situation von Bläser*innen an Musikschulen im Kontext geltender Landesvorschriften Stand: 08.05.2020 Weitere nützliche Quellen finden Sie hier.  
Antikörpertestungen SARS-CoV-2 durch Betriebsärzte  
Im Mai hatten wir Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeschrieben, dass wir vom Ministerium forcierte Durchführungen von Antikörpertestungen unterstützen. In unserem Schreiben hatten wir aufgefordert, für uns Regelungen zu finden, weil solche Leistungen nicht unter das Arbeitssicherheitsgesetz fallen.  
Weiterbildung  
Weiterbildung zur Erlangung der Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin bzw. der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin Nach Abschluss des Studiums der Humanmedizin und nach Erhalt der Approbation bzw. einer Berufserlaubnis können Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Weiterbildung beginnen, um eine Facharztbezeichnung, z. B. Fachärztin/Facharzt für Arbeitsmedizin, zu erwerben. Um eine solche Bezeichnung zu erlangen, bedarf es einer mehrjährigen Weiterbildungszeit bei einer/einem befugten Ärztin/Arzt. Jede Weiterbildung wird mit einer Prüfung bei der zuständigen Landesärztekammer abgeschlossen. Die Weiterbildungszeit im Gebiet Arbeitsmedizin beträgt insgesamt fünf Jahre. Da das Weiterbildungsrecht Landesrecht ist, können sich die Weiterbildungsordnungen der jeweiligen Landesärztekammern unterscheiden. Es wird dringend geraten, sich über die jeweilig gültige Weiterbildungsordnung der entsprechenden Landesärztekammer zu informieren. Der Vorstand der Bundesärztekammer hat im November 2018 eine neue (Muster-) Weiterbildungsordnung verabschiedet. Die Weiterbildungszeit für das Gebiet Arbeitsmedizin beträgt weiterhin 60 Monate (5 Jahre). Davon müssen 24 Monate (2 Jahre) in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung, die in § 2 a Abs. 6 aufgelistet sind, abgeleistet werden. Die Bestimmungen hinsichtlich des Kurses sind gleichgeblieben. Diese neue Weiterbildungsordnung tritt in den Landesärztekammern Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe zum 01. Juli 2020, in Mecklenburg-Vorpommern zum 29. Juli 2020, in Hamburg zum 01. November 2020 und in Sachsen zum 01. Januar 2021 in Kraft. In den anderen gilt noch die alte Weiterbildungsordnung. Diese unterscheiden sich im Gebiet Arbeitsmedizin bei der Aufteilung der fünf Jahre Gesamtweiterbildungszeit auf verschiedene Fachgebiete. Die Regel sind zwei Jahre (24 Monate) Innere Medizin und drei Jahre (36 Monate) Arbeitsmedizin. Von diesen können evtl. noch weitere zwölf Monate in anderen Fächern angerechnet werden. Wir empfehlen allen Kolleg*innen, sich vor Beginn einer Weiterbildung bei der zuständigen Landesärztekammer über die für sie zutreffende Weiterbildungsordnung einschließlich der Übergangsbestimmungen zu informieren. Weiterbildungsordnungen Landesärztekammer Gebiet Arbeitsmedizin Gesamtzeit/anrechenbare Zeit und Fächer in Monaten Baden-Württemberg Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Bayern 60 M. / 24 Patientenver. + 12 andere Berlin 60 M. / 24 Innere + 12 andere Brandenburg 60 M. / 24 Patientenver. Bremen Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Hamburg 60 M. / 24 Innere + 12 andere; Ab 01.01.2021 neue WBO Hessen Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Mecklenburg-Vorpommern Ab 29.07.2020: Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Niedersachsen Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Nordrhein Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Rheinland-Pfalz 60 M. / 24 Patientenver. + 12 andere Saarland 60 M. / 24 Innere + 12 andere Sachsen 60 M. / 24 Innere + 12 andere; Ab 01.01.2021 neue WBO Sachsen-Anhalt Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Schleswig-Holstein Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Thüringen Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Westfalen-Lippe Neue WBO mit 60 M. / 24 Patientenver. Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin Die neue (Muster-) Weiterbildungsordnung enthält auch Bestimmungen zum evtl. auch berufsbegleitenden Erwerb der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin. Voraussetzungen sind neben einer Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung und der Absolvierung des 360 Stunden umfassenden Weiterbildungskurs Arbeitsmedizin 1.200 Stunden betriebsärztliche Tätigkeit unter Befugnis. Zur Ausgestaltung dieser 1.200 Stunden betriebsärztlicher Tätigkeit hat der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. einen Musterweiterbildungsplan erstellt. Auch für diese neuen Bestimmungen zur Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin gelten die obigen Hinweise zur Umsetzung und Auslegung des neuen Begriffs ‚unter Befugnis‘ in den jeweils zuständigen Landesärztekammern.  
Mobiles Arbeiten  
Auch bei mobilem Arbeiten sollten jedoch bestimmte Rahmenbedingungen beachtet und eingehalten werden, um Gesundheitsbeschwerden vorzubeugen und ein sicheres und effektives Arbeiten zu gewährleisten. Betriebsärztinnen und -ärzte können durch ihre Beratung dazu beitragen, mobiles Arbeiten sicher und gesund zu gestalten. Folgende Tipps sollen helfen, mobile Arbeit sicher und gesund zu gestalten: Geeignete Transporttaschen schützen die mobilen Geräte vor Beschädigung. Notebookfächer in vorhandenen Taschen tragen dazu bei, das Vorhandensein eines Laptops nicht auf den ersten Blick erkennen zu können und bieten so einen gewissen Schutz vor Diebstahl. Um Datenverlust zu vermeiden, muss eine regelmäßige Datensicherung erfolgen. Die Einhaltung des Datenschutzes erfordert besondere Maßnahmen wie Einsehen der Daten oder Mithören von Telefonaten durch unbefugte Personen zu verhindern, den Laptop nicht unbeaufsichtigt stehen zu lassen, nach Arbeitsende mobile Geräte zugriffssicher zu verstauen usw. Telefonieren bei der Fahrt im Auto bedeutet auch mit Freisprechanlage immer eine Ablenkung und sollte daher nur erfolgen, wenn es unbedingt erforderlich ist. Auch bei mobiler Arbeit fördert eine ruhige Umgebung die Konzentration. Dies sollte bei der Auswahl des Arbeitsortes Berücksichtigung finden. Regelmäßige Pausen, in denen nicht gearbeitet wird, tragen zum Erhalt von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit bei. Pausen sollten außer zur Nahrungsaufnahme unbedingt auch für Bewegungseinheiten (z. B. Laufen auf der Stelle, flotte Spaziergänge) genutzt werden. Bewegung aktiviert den Kreislauf, hilft, Verspannungen zu vermeiden und fördert die Konzentration. Mobile Arbeit birgt ein verstärktes Risiko der Vermischung von Arbeit und Privatleben. Auch bei mobiler Arbeit sollten die Arbeitszeiten eingehalten werden. Abschalten der Geräte am Feierabend und am Wochenende erleichtert die Trennung von Arbeit und Privatleben und trägt zur Erholung und damit dem Erhalt der Leistungsfähigkeit bei. Weiterführende Informationen VBG-Info „Mobil Arbeiten mit Notebook & Co. Tipps für die Arbeit unterwegs" DGUV Information 215-410 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze. Leitfaden für die Gestaltung“ FBVW-401 „Mobiles Arbeiten im Hotel“  
Erhalt der Arbeitsfähigkeit  
Schritt für Schritt durch das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) Betriebliches Eingliederungsmanagement erfolgreich umgesetzt Erhalt der Arbeitsfähigkeit Eingliederung Die Eingliederung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach längerer Krankheit oder Behinderung in den Arbeitsprozess gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Betriebsärzte. Der dauerhafte Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit ist für die betroffenen Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Unternehmen haben nicht nur die gesetzliche Verpflichtung, sondern aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung ein massives Interesse an einer umfassenden und nachhaltigen betrieblichen Eingliederung. Nutzen Sie die Chancen, die das betriebliche Eingliederungsmanagement für Sie bietet. Mit professionell gestalteten Medien wollen wir Ihnen bei Ihrer Arbeit vor Ort helfen. Rehabilitation Chronische Erkrankungen oder der Verlauf nach schweren akuten Erkrankungen sind oft der Grund dafür, dass Beschäftigte am Arbeitsplatz nicht mehr leistungsfähig sind. In solchen Fällen kann die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen angezeigt sein. Der gemeinsame Bundesausschuss hat Richtlinien zur Rehabilitation veröffentlicht. Für Erwerbstätige ist die gesetzliche Rentenversicherung oftmals der vorrangige Kostenträger für Rehabilitationsmaßnahmen. Hierbei steht der Erhalt der Erwerbstätigkeit der Versicherten im Vordergrund. Von Deutschen Rentenversicherung wurden Leitlinien zur Rehabilitationsbedürftigkeit dargestellt. Begutachtungshinweise für alle Gutachter der Deutschen Rentenversicherung finden unter folgendem Link Bei der Eingliederung in den Beruf ist der Betriebsarzt durch seine Position der ideale zentrale Akteur. Er kann durch sein Verständnis für die Krankheitsbilder und die Kenntnis der Verhältnisse am Arbeitsplatz maßgeblich zum Erfolg der Rehabilitationsmaßnahmen beitragen. Vor diesem Hintergrund hat der VDBW bereits vor vielen Jahren mit den verschiedenen Rentenversicherungen Verträge abgeschlossen. Seitdem ist es Betriebsärzten unkompliziert möglich, Rehabilitationsmaßnahmen einzuleiten. Sie erfolgt dann zielgerichtet durch eine Arbeitsplatzbeschreibung des Betriebsarztes mit aktuellem Anforderungsprofil. Mit dem Einverständnis des Versicherten ist eine bessere Kommunikation zwischen Betriebsarzt und Rehaklinik möglich. Schließlich kann die Verzahnung bei der Eingliederung am Arbeitsplatz dann reibungslos stattfinden.  
Betriebliches Gesundheitsmanagement  
Im BGM laufen u. a. Arbeitsschutzmaßnahmen, Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilungen, das betriebliche Eingliederungsmanagement, Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen und die betriebliche Gesundheitsförderung zusammen. In einem Lenkungsausschuss (z. B. Arbeitsschutzausschuss) sind Betriebsleitung, Betriebsarzt, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Personalabteilung, Betriebsrat und ggf. weitere Akteure vertreten. Es werden Bedarfsanalysen durchgeführt, Ziele und Maßnahmen definiert und deren Umsetzung weiterverfolgt. Basis ist die sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung. Dass sich betriebliches Gesundheitsmanagement auch wirtschaftlich für Unternehmen lohnt, konnte in Studien nachgewiesen werden. Die demographische Entwicklung ist ein weiteres Argument für die Etablierung eines BGM.  
Psychische Gesundheit  
Auch wenn die Ursachen vielfältig sein können, befassen sich Arbeitsmediziner mit dem Thema. Der Ausschuss für Arbeitsmedizin beim BMAS hat eine arbeitsmedizinische Empfehlung dazu entwickelt. Sie beschreibt, welchen Beitrag Betriebsärzte zum Erhalt und zur Wiederherstellung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten und Fortentwicklung der Unternehmensorganisation leisten können. Dieses gemeinsame Konzept der Sozialpartner, Länder, Unfallversicherungsträger, der Bundesärztekammer und hochrangiger Praktiker und Wissenschaftler der Arbeitsmedizin ist bisher einzigartig in Deutschland. Die arbeitsmedizinische Empfehlung nennt Eckdaten zur Psychischen Gesundheit und stellt die Rolle des Betriebsarztes in den Mittelpunkt. Ein wissenschaftlicher Exkurs zum Bedingungsgefüge von psychischer Gesundheit und Krankheit hilft, die Komplexität der Interaktion von biologischen und psychischen Prozessen zu verstehen. Die für den Erhalt und die Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeit wesentlichen Faktoren werden zusammengefasst und mit den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt konfrontiert. Gängige wissenschaftliche Hypothesen und Modelle vermitteln Lösungsoptionen für die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen. Das Konzept ist in Unternehmen aller Größen anwendbar. Für die praktische Umsetzung wird ein bewährtes dreistufiges Vorgehen empfohlen. Erfolgreiche betriebliche Beispiele, Handlungsansätze und eine Darstellung wesentlicher Erfolgsfaktoren runden die Empfehlung ab. Eine große Zahl von Betriebsärzten hat bereits ein Curriculum zur psychosomatischen Grundversorgung absolviert und dabei Gesprächstechniken erlernt, wie Hilfsmöglichkeiten für Mitarbeiter aufgezeigt werden können. Für uns Betriebsärzte gilt es Risiken zur psychischen Gesundheit erkennen und Hilfe anzubieten. Dazu bedarf es eines Netzwerkes für den Betriebsarzt, damit zeitnah Mitarbeitern bei psychischen Störungen geholfen werden kann. Das Gespräch über Alkohol und Drogen gehört in jedem Falle zu einer präventivmedizinischen Beratung. Hier gibt es eine Fülle von Publikationen, auf die verwiesen werden kann.   Anamnesebogen VDBW/DGPPN Grundlage allen ärztlichen Handelns ist das ärztliche Gespräch und eine entsprechende Anamnese. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wurde ein Anamnesebogen entwickelt, der sowohl die somatischen Fragen als auch das Thema psychische Gesundheit abhandelt. Mit den elf Fragen können alle wichtigen psychischen Risiken abgedeckt werden. Eine Kernfrage in diesem Zusammenhang ist das Thema Schlafprobleme. Dahinter können sich vielfältige psychische Veränderungen verbergen. Anderen Fragen können Hinweise auf Depressionen, Angststörungen und sonstige psychische Störungen geben.  
Delegation  
Mit zunehmendem Ärztemangel in allen medizinischen Bereichen ist die Diskussion, welche Leistungen nur von Ärztinnen und Ärzten selbst erbracht werden können und welche delegierbar sind, ein aktuelles Thema. Bereits 2008 wurde durch die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung zur „Persönlichen Leistungserbringung und den Möglichkeiten und Grenzen der Delegation ärztlicher Leistungen“ Stellung genommen (Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung Stand: 29.08.2008): „Die persönliche Leistungserbringung ist ein Kernelement freiberuflicher Tätigkeit. Sie prägt in besonderem Maße das Berufsbild des Arztes und unterstreicht, dass der Arzt seine Leistungen auf der Grundlage einer besonderen Vertrauensbeziehung erbringt. Persönliche Leistungserbringung bedeutet jedoch nicht, dass der Arzt jede Leistung höchstpersönlich erbringen muss. Sie erfordert vom Arzt aber immer, dass er bei Inanspruchnahme nichtärztlicher oder ärztlicher Mitarbeiter zur Erbringung eigener beruflicher Leistungen leitend und eigenverantwortlich tätig wird.“1 Das Ausüben der Heilkunde im umfassenden Sinne ist dem Arzt vorbehalten. Hierzu bedarf es der Approbation als Arzt oder einer ärztlichen Berufserlaubnis. Der Arztvorbehalt gilt gemäß § 4 ASiG grundsätzlich auch für alle betriebsärztliche Leistungen nach § 3 ASiG. Weiterbildungsbefugte Betriebsärzte  dürfen Leistungen an Ärzte in Weiterbildung delegieren. Die Verantwortung liegt aber weiterhin beim weiterbildungsbefugten Arzt. „Leistungen, die der Arzt wegen ihrer Art oder der mit ihnen verbundenen besonderen Gefährlichkeit für den Patienten oder wegen der Umstände ihrer Erbringung, insbesondere der Schwere des Krankheitsfalles, nicht höchstpersönlich erbringen muss, darf er an nichtärztliche Mitarbeiter delegieren. Die Entscheidung, ob und an wen der Arzt eine Leistung delegiert, ob er den betreffenden Mitarbeiter ggf. besonders anzuleiten und wie er ihn zu überwachen hat, muss der Arzt von der Qualifikation des jeweiligen Mitarbeiters abhängig machen.“ 1 Wir empfehlen hier die Zusatzqualifikation gemäß Fortbildungscurriculum für Medizinische Fachangestellte / Arzthelfer/innen „Arbeits- und Betriebsmedizin“ der Bundesärztekammer. Die Leistungsdelegation an nichtärztliche Mitarbeiter, deren Auswahl, Anleitung, Koordination und Kommunikation, Durchführungs- und Erfolgskontrolle sowie deren Dokumentation bleibt aber vollständig in der Verantwortung des zuständigen Betriebsarztes. Der VDBW hat bereits 2012 einen Katalog der delegationsfähigen Leistungen bei arbeotsmedizinischen Untersuchungen erstellt und 2015 eine weiterführende Broschüre veröffentlicht. 1 Persönliche Leistungserbringung, Möglichkeiten und Grenzen der Delegation ärztlicher Leistungen, Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung Stand: 29.08.2008