Leitfaden Präventivmedizin

Mit diesem Leitfaden will der VDBW einen Beitrag zur Weiterentwicklung präventivmedizinischer Instrumente in der arbeitsmedizinischen Praxis leisten. Neben der klassischen arbeitsmedizinischen Vorsorge ist die Präventivmedizin ein wichtiges Zukunftsfeld für Betriebsärzte.

Der demografische Wandel in der Bundesrepublik Deutschland ist in vollem Gange – und damit auch der Wandel in der betrieblichen Altersstruktur. Die Lebensarbeitszeit steigt bis zum Jahr 2020 schrittweise auf 67 Jahre. Es ist denkbar, dass die Politik an dieser Stelle aufgrund des ökonomischen Drucks auf die Sozialsysteme nachjustieren muss.

Mit dem Präventionsgesetz hat die Politik deutlich gemacht, dass dem Thema Prävention in Zukunft eine viel wichtigere Aufgabe zukommt. Und damit sind Fragen des Präventionsbewusstseins in unserer Gesellschaft angesprochen, dazu gehören Fragen der Arbeitsplatzgestaltung genauso wie Lebensstile und gesundheitsgerechtes Verhalten.

Bereits die Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge aus dem Jahre 2008 hat als eines der wesentlichen Ziele die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit definiert. Die Arbeitsmedizin muss heute nicht nur den Schutz vor arbeitsbedingten Erkrankungen im Blick haben, sondern sie muss auch einen aktiven Beitrag zur Prävention leisten. Dazu gibt es in Deutschland in vielen Unternehmen eine lange Tradition.

Moderne Technik, moderne medizintechnische Verfahren, modernes Labor ermöglichen heute vieles zusätzlich. Die Kernfrage dabei ist: Ist das im Sinne der Prävention tatsächlich notwendig?

Die Diskussion um das prostataspezifische Antigen (PSA) ist dazu ein gutes Beispiel. Mit diesem Leitfaden will der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte unseren betriebsärztlichen Kollegen den derzeitigen wissenschaftlichen Stand der Präventivmedizin vorstellen.