Gesundheitsversorgung braucht gesunde Beschäftigte
VDBW-Kongress Health in Care Professions rückt Beschäftigungsfähigkeit in den Mittelpunkt
Karlsruhe/Erfurt, 10. Juni 2026 – Fachkräftemangel, steigender Versorgungsbedarf und hohe Belastungen für die Beschäftigten prägen aktuell die Diskussionen um die Zukunft des Gesundheits- und Sozialwesens. Doch eine zentrale Frage gerät dabei häufig in den Hintergrund: Wie können die Menschen gesund und arbeitsfähig bleiben, die täglich Verantwortung für die Versorgung anderer übernehmen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der Frühjahrskongress „Health in Care Professions“ (HiCP) des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW), der vom 17. bis 19. Juni 2026 in Erfurt stattfindet. Unter dem Motto „Gesund versorgen – Beschäftigungsfähigkeit als systemische Aufgabe“ kommen Expertinnen und Experten aus Arbeitsmedizin, Gesundheitswesen, Wissenschaft und Politik zusammen.
„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung entscheidet sich nicht allein an Finanzierungsfragen oder Strukturreformen. Sie entscheidet sich auch daran, ob die Menschen, die andere versorgen, selbst gesund bleiben und langfristig im Beruf tätig sein können“, betont Susanne H. Liebe, Präsidentin des VDBW.
Im Mittelpunkt des Kongresses stehen aktuelle Herausforderungen wie psychische Belastungen, Gewaltprävention, Infektionsschutz, digitale Anwendungen, gendersensible Arbeitsmedizin sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitswelt.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Keynote des Soziologen und Publizisten Stefan Schulz, der die Folgen der demografischen Entwicklung für Gesundheits- und Sozialberufe einordnet. Im Anschluss diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitswesen, Berufsverbänden und Sozialpartnern über Wege zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit in den Care-Berufen.
Weitere Informationen und Programm
Zu den Veranstaltungsinformationen
Anmeldung zum Pressegespräch am 17. Juni 11:30 Uhr
Über den VDBW
Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) ist der größte arbeitsmedizinische Fachverband Europas. Seit 1949 setzt er sich für die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, die Qualität der arbeitsmedizinischen Versorgung und die berufspolitischen Interessen seiner über 4.300 Mitglieder ein.
