Leistungen nach dem Präventionsgesetz

Ziel des Präventionsgesetzes ist es, die Gesundheit aller unmittelbar in ihren „Lebenswelten“ – also auch am Arbeitsplatz – zu fördern.

Das Präventionsgesetz wurde 2016 beschlossen und soll neue Maßnahmen in den Bereichen Vorbeugung gegen Krankheiten (Prävention), Gesundheitsförderung und Früherkennung von Krankheiten ermöglichen.

Hierzu können die Krankenkassen direkt mit den Betrieben und ihren Betriebsärzten Gesundheitsförderungsprogramme auflegen. Für kleine und mittelständische Unternehmen haben die Krankenkassen die Regionalen Koordinierungsstellen für die betriebliche Gesundheitsförderung eingerichtet.

Betriebs- und Werksärzte sind aufgrund ihrer arbeitsschutzrechtlichen Aufgabenstellung mit der gesundheitlichen Situation der Beschäftigten im Betrieb vertraut. Sie sollen deshalb bei Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung als Berater und Unterstützer stets beteiligt werden. Darüber hinaus ist eine Verknüpfung von arbeitsmedizinischer Vorsorge und den primärpräventiven Angeboten der Krankenkassen vorgesehen. So können Betriebsärzte im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit  zukünftig eine Präventionsempfehlung abgeben, die von den Krankenkassen bei der Entscheidung über die Erbringung einer Präventionsleistung berücksichtigt werden muss. Betriebsärzte können darüber hinaus künftig wie Vertragsärzte allgemeine Schutzimpfungen durchführen. Die Krankenkassen können zudem  mit den Betriebsärzten Verträge über die Durchführung von Gesundheitsuntersuchungen („Check-ups“) schließen. Damit wird den Beschäftigten ein einfacher Zugang zu Gesundheitsuntersuchungen ermöglicht.