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Arbeitsmedizin

15.09.07

Änderung der Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen

4. Auflage

Die berufsgenossenschaftlichen Grundsätze sind seit Jahrzehnten über die nationalen Grenzen hinaus anerkannte Regeln der Arbeitsmedizin. Als Leitlinien für arbeitsmedizinische Untersuchungen und die Beurteilung der Befunde begründen sie das System der arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Im September 2007 erschien die neubearbeitete (4.) Auflage der Berufsgenossenschaftlichen Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen im Gentner-Verlag.

Herausgeber ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die wichtigsten Änderungen finden Sie in der beigefügten PowerPoint-Datei die uns Herr Dr. Matthias Thommes, Uelzen, zur Verfügung gestellt hat.

Im Folgenden werden einige wesentliche Änderungen in Bezug auf technisch-apparative bzw. labortechnische Untersuchungen als auch für Nachuntersuchungsfristen genannt:

  • G 2 Blei fordert jetzt eine Nachuntersuchung nach Ende der Tätigkeit. Die Nachuntersuchungsfrist richtet sich nach der Höhe des Pb-Butwertes.
  • G-6 Kohlendisulfid/Schwefelkohlenstoff fordert die Untersuchung des Augenhintergrundes.
  • G-14 Trichlorethen und andere CKW sieht eine Sonographie der Nieren vor.
  • G 25 Fahr-, Steuer-, Überwachungstätigkeiten empfiehlt als Nachuntersuchungsfristen :
    • bis 40. Lebensjahr 36 – 60 Monate
    • 40–60. Lebensjahr 24- 36 Monate
    • ab 60. Lebensjahr 12- 24 Monate
  • G 26.1 Atemschutzgeräte Gruppe 1 erwünscht erstmalig folgende Untersuchungen:
    • Urinstatus (Teststreifen)
    • Blutbild
    • SGPT, Gamma-GT
  • G 26.3 Atemschutzgeräte Gruppe 3 sieht erstmalig vorgesehen:
    • Sehschärfe (Ferne) sowie
    • Blutbild,
    • SGPT, Gamma-GT und Blutzucker.
  • G 27 Isocyanate erwünscht umfangreiche Untersuchungsergänzungen.
  • G 31 Überdruck sieht die Erhebung von Kreatinin, Gamma-GT und SGPT sowie der Sehtest Ferne und eine Audiometrie vor.
  • G 32 Cadmium sieht eine Röntgenaufnahme des Thorax ab 40. Lebensjahres bzw. nach über 10 Jahren Exposition und eine Spirometrie vor.
  • G 42 Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung sieht nach Schutzimpfungen die Nachuntersuchung je nach Impfschutzdauer vor. Bei lebenslanger Immunität kann die Nachuntersuchung entfallen. Bei einer Tätigkeit gemäß TRBA 310 ist eine Nachgehende Untersuchung vorgesehen

Bei zahlreichen Grundsätzen ist eine Untersuchung nach Tätigkeitsende vorgesehen.

 

 
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