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  • VDBW: Was ist Arbeitsmedizin?

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    Arbeitsmedizin

    Betriebsärztliche Vorsorge

    Die Arbeitsmedizin erfüllt einen wesentlichen Teil des präventiven Auftrags in dem medizinischen Versorgungssystem der Bundesrepublik.

    Die Gesundheit zu erhalten und zu fördern, aus dem Arbeitsleben resultierende schädliche Einflüsse zu verhindern, Krankheiten und Gesundheitsschäden früh zu erkennen sowie eine berufliche Wiedereingliederung nach länger dauernden krankheitsbedingtem Ausfall zu begleiten, ist Ziel einer wirksamen Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz.

    Inhalte dieses Systems sind folgende:

    • Ist-Analyse
    • Definition von Gesundheitszielen
    • Ableitung und Anwendung von Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
    • Controlling
    • Qualitätssichernde Maßnahmen und Evaluation


    Angesichts zunehmender Erkenntnisse über eine Vielzahl von Faktoren, die arbeitsbedingte Erkrankungen beeinflussen, hat sich die Arbeitsmedizin in den letzten Jahrzehnten zu einem selbständigen ärztlichen Gebiet entwickelt.

    Aufgabe der Arbeitsmedizin ist es, das Verhältnis zwischen Mensch und Arbeit zu harmonisieren, durch präventive und hygienische Maßnahmen Schäden an Leben und Gesundheit zu verhüten sowie aufgetretenen gesundheitlichen Störungen aller Art durch den Einsatz moderner Früh- und Feindiagnostik und umfassender Therapie in Klinik und Praxis entgegenzuwirken. Das trifft auch speziell für die Erkennung und Behandlung der anerkannten Berufskrankheiten am Arbeitsplatz zu. Dem Geschädigten soll die Wiederanpassung durch Rehabilitation an seine Arbeitsumwelt erleichtert werden.

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    Leitbild der Arbeitsmedizin (PDF 31 KB)

    Kursbuch Arbeitsmedizin

    2.Auflage, Stand 18.05.2008

    Die Arbeitsmedizin ist eine vorwiegend präventiv ausgerichtete Disziplin der Medizin, die sich mit allen Fragen der Wechselbeziehung zwischen Arbeit, Gesundheit, Krankheit und Arbeitsfähigkeit beschäftigt. Die Berufsfelder für Arbeitsmediziner sind vielgestaltig. Der weitaus überwiegende Teil der Weitergebildeten wird als Betriebsarzt tätig. Weitere Berufsfelder sind arbeitsmedizinische Forschung und Lehre, ärztliche Aufgaben im medizinischen Arbeitsschutz der Landesbehörden sowie der Unfallversicherungsträger. Hinzu kommen ärztliche Tätigkeiten mit speziell geforderter arbeitsmedizinischer Kompetenz in den anderen Zweigen der Sozialversicherung, in Rehabilitationseinrichtungen, im Bereich Public Health und der Gesundheitsförderung.

    Angesichts der Vielfalt der Aufgabenstellung sowie der Heterogenität der Weiterbildungsmöglichkeiten kommt dem im Rahmen der (Muster-)Weiterbildungsordnung erforderlichen 360-stündigen Weiterbildungskurs zur Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin eine grundlegende und vereinheitlichende Funktion im Sinne einer breiten Wissensvermittlung und Qualitätssicherung zu. Die Einsatzmöglichkeiten eines Arbeitsmediziners/ Betriebsmediziners können mit vielfältigen Aufgabenstellungen in allen Bereichen der Arbeitswelt liegen. Deshalb braucht der Arbeitsmediziner/Betriebsmediziner ein breites Grundlagenwissen, welches es ihm ermöglicht, sich schnell und effektiv auf diese neue Anforderungen einzustellen.

    Nachdem im Jahr 2000 erstmalig ein Kursbuch Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin durch den Vorstand der Bundesärztekammer verabschiedet wurde, ergab sich durch die Entwicklung und Veränderung der Rahmenbedingungen arbeitsmedizinischer Tätigkeit die Notwendigkeit der Überarbeitung. Über viele Jahrzehnte forderten der Gesetzgeber und die Unfallversicherungsträger, dass Arbeitsmediziner/Betriebsärzte für das Erbringen bestimmter arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen staatliche und berufsgenossenschaftliche Ermächtigungen erwerben müssen, welche die Absolvierung von verpflichtenden Ermächtigungskursen einschließen. Diese in die Autonomie der Ärztekammern eingreifenden Regelungen entstammen einer Zeit, als es noch nicht genügend qualifizierte Arbeitsmediziner/Betriebsärzte gab. Spätestens durch die Weiterentwicklung der Qualifizierungswege in der Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin zur Facharztweiterbildung „Arbeitsmedizin“ und Zusatz-Weiterbildung „Betriebsmedizin“ war das Ermächtigungsverfahren in Frage zu stellen. Dieser Sichtweise entsprach der Gesetzgeber, indem er z. B. mit der Novellierung der Gefahrstoff-, Biostoff und Gentechniksicherheitsverordnung vom 01.01.2005 das Ermächtigungsverfahren, zumindest für diesen Regelungsbereich, abgeschafft hat. Dieser Umstand veranlasste die Redaktionsgruppe zu prüfen, welche der Inhalte der genannten Ermächtigungskurse ohnehin schon in den Weiterbildungskursen vermittelt werden und welche möglicherweise noch in den Inhalten des 360 Stunden umfassenden Weiterbildungskurses integriert werden können.

    Die Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. und des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. haben zusammen mit den fachlichen Verantwortlichen der bestehenden Akademien/Sektionen für Arbeitsmedizin der Landesärztekammern, der Bundesländer, sowie Vertretern der Bundesärztekammer und des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften auf der Grundlage des vorhandenen Curriculums Arbeitsmedizin diese Überarbeitung vorgenommen. Der Vorstand der Bundesärztekammer hat das vorliegende Kursbuch am 20. April 2007 verabschiedet und den Landesärztekammern empfohlen, die darin enthaltenen Lehrinhalte den theoretischen Weiterbildungskursen zur Erlangung der Facharztbezeichnung Arbeitsmedizin und der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin zugrunde zu legen. Den Weiterzubildenden soll das Kursbuch eine Orientierung im Hinblick auf die zu vermittelnden Inhalte geben und die Möglichkeit schaffen, auf Grund der Vereinheitlichung an unterschiedlichen Akademien ihre Kurse absolvieren zu können.


    Gesetze und Verordnungen

    Unvallverhütungsvorschriften mit besonderem Bezug zur betriebsärztlichen Tätigigekit

    Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS)

    Technische Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA)

    Auswahlkriterien für die spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen

    Erste Hilfe im Betrieb

    Leitlinien und Handlungsanleitungen des LASI (Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik