Presse

17.07.09

Maßnahme gegen Schweinegrippe: Massenschutzimpfung im Betrieb ab Herbst

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte bietet Unternehmen kostenfreie Checklisten für die größte Impfaktion der Bevölkerung seit fast 50 Jahren / Betriebsärzte impfen Mitarbeiter in der Firma

Karlsruhe, 17. Juli 2009.        Wenn in Deutschland im September und Oktober die große Impfwelle gegen die sogenannte Schweinegrippe anläuft, werden gemäß den WHO-Empfehlungen ein Drittel der Bevölkerung geimpft. „In den Unternehmen können Mitarbeiter durch die Betriebs- und Werksärzte versorgt werden, denn Arztpraxen allein können den Ansturm nicht bewältigen. Dazu sollten sich Firmen schon jetzt darauf einrichten, in ihren Räumen Impfmöglichkeiten anzubieten, über den Ablauf zu informieren und mit dem Betriebarzt abstimmen“, erklärt Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte.

An Arbeitsplätzen mit starkem Publikumsverkehr, in Betrieben, die grundlegende Funktionen des öffentlichen Lebens sichern, oder in Großraumbüros ist das Infektionsrisiko erhöht. Der beste Schutz kann erreicht werden, wenn die Impfrate hoch ist und viele sich daran beteiligen.

Bislang sind die Krankheitsverläufe in Deutschland zwar milde, aber bei einer größeren Verbreitung müsse mit schweren Verläufen gerechnet werden – Unbekümmertheit sei fehl am Platz und gefährlich, warnt Dr. Panter. „Die Grippe ist eine akute Bedrohung und kann ganze Abteilungen lahm legen.“ Der Mediziner empfiehlt deshalb allen Unternehmen unabhängig von ihrer Größe, die Grippeschutzimpfungen am Arbeitsplatz durchzuführen.

Pandemie-Risikomanagement
Dr. Panter regt an: Unternehmen sollten einen Notfallplan erstellen, einen Pandemiekoordinator sowie ein Krisenmanagement-Team bestimmen. In dieses Team sollte unbedingt ein Betriebsarzt integriert sein. Obwohl die meisten Firmen bereits negative Erfahrungen mit krankheitsbedingten Ausfällen gemacht haben, haben die meisten Unternehmen noch kein ausreichendes Krisenmanagement für den Fall einer Pandemie eingerichtet oder eine Beratung durch Betriebsärzte in Anspruch genommen. „Firmen sind zwar auf Computerausfälle vorbereitet, aber nicht darauf, was zu tun ist, wenn derjenige, der den Computer bedient, an der Grippe erkrankt. Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte bietet jedem Arbeitgeber eine kostenlose Pandemie-Checkliste und umfangreiches Informationsmaterial an“, sagt Dr. Panter.

Denn eine grassierende Grippe kann die betroffenen Unternehmen teuer zu stehen kommen: „Je nach Qualifikation des erkrankten Beschäftigten müssen sie mit mehreren 100 Euro Minus pro Tag rechnen“", sagt Jochen Protzer, Hauptgeschäftsführer des VDBW. Daran gemessen sei die Grippeschutzimpfung eine gute Investition. Betriebsärzte unterstützen die Unternehmen unkompliziert bei allen Impfangeboten und beraten zum Beispiel auch beruflich Reisende.

Checklisten und Informationen auf www.vdbw.de
Die Pandemie-Checkliste steht auf der Internetseite des VDBW unter www.vdbw.de zum Download bereit. Im Pandemiefall müssen Infektionsketten unterbrochen werden; das heißt, die direkte Begegnung von Mitarbeitern ist zu vermeiden. Firmen sollten sich rechtzeitig Gedanken über Szenarien machen und Notfallpläne vorbereiten, wie sie einen Betrieb mit einer geringeren Belegschaft aufrechterhalten.


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Checkliste für Firmen im Rahmen der Influenza-Pandemie-Planung

Empfehlungen für Betriebsärzte zur Vorbereitung auf eine Influenza-Pandemie

Betrieblicher Influenza-Pandemieplan

Organisatorische Regelungen

Arbeitshygienische Regelungen für ein Pandemieszenario

Spezielle Regelungen für berufliche Auslandsreisen

Betriebsärztliche Aufgaben im Kontext einer Influenza-Pandemie


Wesentliche, verlässliche und offizielle Informationen unter:

Robert-Koch-Institut

"Wir gegen Viren": Info-Seite des Robert-Koch-Institutes und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)

Auswärtiges Amt

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.


"Hygienemaßnahmen im Pandemiefall": ZEUS-Modul
Englische Version 

Bürgerinformationen - Acht Empfehlungen zum persönlichen Grippeschutz
Angesichts der Verbreitung der "Schweinegrippe" werden folgende Regeln zum persönlichen Schutz empfohlen.
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