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Arbeitsmedizin

08.07.10

Befragungsstudie zum Programm docs@work –Ergebnisse

Im Rahmen des Projektes docs@work des VDBW wurde das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) beauftragt, die Aktion mit einer Befragungsstudie zu begleiten. Acht ausgewählte Finalteilnehmer erhielten an zwei Tagen in Hamburg und Umgebung die Gelegenheit, verschiedene Facetten der Arbeitsmedizin kennen zu lernen.

Ziel der begleitenden Befragungsstudie sollte es sein, Aussagen über die Erfahrungen der Teilnehmer mit dem Projekt zu gewinnen. Zum anderen sollten auch Erkenntnisse gewonnen werden, inwieweit das Projekt weiter optimiert werden kann. Abschließend sollte anhand der Ergebnisse auch über eine erneute Durchführung der Aktion entschieden werden.

Die acht Finalteilnehmer wurden im Rahmen von drei teilstandardisierten Telefoninterviews zu ihren Erwartungen, Eindrücken und Erfahrungen befragt. Diese Befragungen wurden kurz vor (Prä-Messung) den Hospitationen in Hamburg, sowie kurz darauf (Post-Messung), und ca. ein halbes Jahr (März 2010) nach der Aktion (Follow-Up-Messung) durchgeführt. 

Neben konkreten Fragen zur Aktion, den Aufgaben, den Unternehmen und dem organisatorischen Ablauf beschäftigte sich ein wichtiger Teil der Interviews mit dem Bild der Teilnehmer zum Beruf des Arbeitsmediziners.

Reaktionen der Teilnehmer
Die Teilnehmer des Projekts docs@work gaben an, dass sie vor dem Projekt bisher nur wenige Einblicke in das Feld der Arbeits- und Betriebsmedizin hatten. So lassen sich die Stimmung und die Erwartungen an die Aktionstage als freudig-gespannt charakterisieren. Nach der Aktion haben drei Aspekte den stärksten Eindruck bei den Teilnehmern hinterlassen: Das sind 1.) die verschiedenen Unternehmen mit ihren jeweiligen unterschiedlichen Praxisinhalten, 2.) die Gruppe und deren gutes Miteinander und 3.) das Projekt an sich. Beim Projekt an sich wurde positiv hervorgehoben, dass die Zeit als sehr angenehm, spannend und informativ empfunden wurde und dass die Organisation und Durchführung des Projekts hervorragend war.

Das Projekt habe alltagsnahe Einblicke in die Arbeitswelt des Betriebsarztes geboten. Dabei gab es auch viele neue Aspekte zu entdecken wie beispielsweise die psychologische Komponente des Berufsbildes oder die notfallmedizinischen Aspekte.

Die persönliche Herausforderung lag für die Kandidaten vor allem in der Lösung der gestellten Aufgaben und dem damit verbundenem Zugewinn an Wissen und Kenntnissen. Die Aufgaben präsentierten sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, welche aber stets als angemessen empfunden wurden. Alle Aufgaben passten thematisch gut zu den Unternehmen und wurden als sorgfältig ausgewählt eingestuft.

Die Teilnehmer sprechen sich für eine Fortführung des Projekts aus und würden anderen Medizinern die Teilnahme sehr empfehlen. Einer evtl. zweiten Staffel wurden auch einige neue Umsetzungsideen für das Projekt mit gegeben.

Das Bild über Tätigkeit und Person des Arbeitsmediziners
Anhand von Adjektivpaaren wurde das Bild über den Arbeitsmediziner abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich dieses Bild im Verlauf der Aktion bei den Teilnehmern positiv verändert hat. Besonders gut lassen sich die Veränderungen anhand der angegebenen Absicht für die Wahl der Facharztrichtung Arbeitsmedizin verdeutlichen. Diese Absicht hat sich deutlich erhöht und bleibt auch ein halbes Jahr nach der Aktion bestehen. Erfreulicherweise haben sogar zwei Teilnehmer, zwischenzeitlich eine Weiterbildung im Gebiet „Arbeitmedizin“ begonnen. Dies bestätigt das Ergebnis
der Befragung eindrucksvoll.

Weitere Informationen zu docs@no-spam.work