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Der Verband

08.07.10

Gespräch mit der baden-württembergischen Sozialministerin Dr. Monika Stolz

Einen wichtigen Termin nahmen die Landesvorsitzenden aus Baden- und Württemberg, Dr. Michael Sehling und Dr. Christoph Straßner gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Jochen Protzer am 21. April 2010 in der Landeshauptstadt Stuttgart war. Die Ministerin für Arbeit und Soziales in Baden-Württemberg, Dr. med. Monika Stolz, MdL hatte sich viel Zeit genommen, um über arbeitsmedizinische Themen und die Situation des betrieblichen Gesundheitsschutzes zu sprechen. Unterstützt wird die Ministerin von Herrn Dr. Gerhard Bort, Arzt für Arbeitsmedizin im Referat 45 Ihres Ministeriums

Als ehemalige Betriebsärztin kennt sich die baden-württembergische Sozialministerin auf der fachlichen Ebene bestens aus und weis um die Sorgen der Betriebsärzte im Zusammenhang mit der neuen Unfallverhütungsvorschrift DGUV-Vorschrift 2, dem demographische Wandel mit der Folge älterer Belegschaften, der Notwendigkeit zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit, den Aspekte der psychischen Gesundheit in den Betrieben, Fragen zu Impfungen durch Betriebsärzte und die Suche nach den erfolgreichen Präventionskonzepten.

Dr. Sehling hat aus seinen eigenen Erfahrungen und denen zahlreicher Kolleginnen und Kollegen  aus der Pandemie H1N1 (Schweinegrippe) berichtet und seine Kritik vor allem an der Informationspolitik eindrucksvoll belegt. Frau Dr. Stolz hat zugesagt, das Thema auf Landesebene kritisch und konstruktiv zu reflektieren und Verbandsvertreter bei diesen Gesprächen hinzuzuziehen. Angesprochen wurde auch sorgenbehaftete Entwicklung der arbeitsmedizinischen Lehrstühle im Land, vor allem die Kürzungen in Heidelberg.

Sehr angetan war die Ministerin bei der Idee, die Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten in Unternehmen zu verbessern und anhand des Projekts der Bertelsmann-Stiftung „Ärzte und Betrieb: gemeinsam für die Gesundheit“ zu prüfen, inwieweit dies im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements in Baden-Württemberg vertieft und umgesetzt werden könnte. Dazu will das Sozialministerium in Kürze zu weiteren Gesprächen einladen.

Frau Dr. Stolz hat sich sehr gefreut, dass der Deutsche Betriebsärzte-Kongress 2010 in Baden-Württemberg, sogar in Ihrer Heimatstadt Ulm stattfinden wird und hat Ihr Kommen fest eingeplant. Erfreulich ist auch, dass sich das Sozialministerium unter dem Aspekt der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv an dem geplanten Unternehmerforum in Ulm engagieren wird.

Zum Abschluss eines spannenden Gespräches wurde vereinbart, dass Verband und Ministerium den regelmäßigen guten Kontakt weiter pflegen und in allen arbeitsmedizinisch relevanten Fragen vertrauensvoll zusammenarbeiten.