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Arbeitsmedizin

20.12.11

„Bericht über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ für das Jahr 2010 von der Bundesregierung beschlossen

Die Bundesregierung hat am 20.12.2011 den von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, vorgelegten „Bericht über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ für das Jahr 2010 beschlossen.

Danach ist die Zahl der meldepflichtigen und tödlichen Arbeitsunfälle sowie der meldepflichtigen Wegunfälle im Vergleich zum Jahr 2009 gestiegen. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass 2010 die Zahl der Erwerbstätigen aufgrund des höheren Wirtschaftswachstums deutlich gestiegen war. Höhere Unfallzahlen sind somit vor allem auf eine höhere Arbeitsdichte und das damit verbundene höhere Arbeitstempo zurückzuführen. Klammert man das Jahr 2009 mit erheblich geringerer Beschäftigung und damit auch mit geringeren Unfallrisiken aus und vergleicht die aus wirtschaftlicher Sicht „normalen“ Jahre 2008 und 2010 miteinander, ergibt sich ein Rückgang der Unfallzahlen.

Die Zahl derer, bei denen der Verdacht auf eine Berufskrankheit vorlag, ist ebenfalls gestiegen. Die häufigsten angezeigten Berufskrankheiten im Jahr 2010 sind wie in den Vorjahren Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit und bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule. Die Anerkennung von Berufskrankheitsfällen ist rückläufig. Todesfälle infolge von Berufskrankheiten gehen sogar signifikant zurück.

Trotzdem zeigen die Arbeitsunfall- und Berufskrankheitenzahlen des Berichtsjahres, dass alle nationalen Akteure des Arbeitsschutzes in den folgenden Jahren die Anstrengungen intensivieren müssen, um das bisher erreichte Niveau von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Deutschland zu halten und gerade in Bezug auf psychische Erkrankungen, weiter zu verbessern.

Der Bericht kann hier » als PDF-Datei (3 MB) heruntergeladen werden.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

 
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