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Arbeitsmedizin

15.09.11

Abrechnung der FeV nach GOÄ

Seit 1.7.2011 fordert die FeV in der Anlage 6 regelhaft die Untersuchung des Dämmerungs- oder Kontrastsehens. Diese Änderung macht ggf. auch eine Anpassung der Rechnung erforderlich.

1. Das Kontrastsehen wird in der Regel mit Tafeln getestet (z.B. MARS-Tafeln)
Für den Kontrast-Tafeltest gibt es keine eigene GOÄ-Ziffer. Hier bietet sich eine Analog-Bewertung zu den Farbtafeltests an:

» 1228 – Farbsinnprüfung mit Pigmentproben (z.B. Farbtafeln)
» A 1228 – Graustufentest zur Prüfung des Kontrastsehens mit Tafeln

Beim Kontrast-Test mit den MARS-Tafeln wird dem Probanden eine Testtafel vorgehalten. Da der Test in der Regel zuerst für jedes Auge einzeln und dann bifokal durchgeführt wird, ist der Aufwand deutlich höher als bei den Farbtafeln, die grundsätzlich bifokal geprüft werden.

Für den zeitlichen Mehraufwand könnte in diesem Fall ein höherer Steigerungssatz berechnet werden, z.B. 1,8fach.

Wer die Analogziffer nicht anwenden kann, weil z.B. das EDV-Programm dies nicht zulässt, könnte den Mehraufwand auch über eine höhere Steigerung der Untersuchungsziffer 29 abrechnen.

2. Die Untersuchung des Dämmerungssehens wird mit speziellen Sehtestgeräten durchgeführt und wie bisher abgerechnet als:
» 1234 – Untersuchung des Dämmerungssehens ohne Blendung
» 1235 – Untersuchung des Dämmerungssehens während der Blendung
» 1236 – Untersuchung des Dämmerungssehens nach der Blendung
(Readaptation)

zur Person
Dr. med. Ulrich Rogall
» Facharzt für Arbeitsmedizin
» Facharzt für Allgemeinmedizin
» Certified Disability Manager (CDMP)
Kontakt: praxis@no-spam.arbeitsmedizin-rogall.de

 
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