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Arbeitsmedizin

06.04.11

RheumaPreis2011 – Mehr Chancen für Berufstätige mit Rheuma

Integration: wichtiges Feld für Betriebsärzte

RheumaPreis 2011 – Mehr Chancen für berufstätige mit Rheuma

Wenn Berufstätige an Rheuma erkranken, stellt dies aus betriebsärztlicher Sicht oft eine Herausforderung dar. Denn die Symptomatik erschwert es Betroffenen nicht selten, ihre Arbeit wie bisher fortzusetzen. Doch wenn Betriebsärzte, Vorgesetzte und die betroffenen Mitarbeiter als Team kooperieren, kann es gelingen, eine für alle Beteiligten praktikable Lösung zu entwickeln. Oft bewirken schon kleinere Veränderungen bei den Arbeitsabläufen oder der Arbeitsausrüstung, dass Mitarbeiter mit Rheuma beruflich aktiv bleiben können.

Doch dass solche Lösungen gefunden werden, ist noch nicht selbstverständlich. Nicht immer stoßen Menschen mit Rheuma in ihrem Unternehmen auf Verständnis und Unterstützung. In manchen Fällen wagen Betroffene nicht, über ihre Erkrankung zu sprechen, da sie berufliche Nachteile befürchten. Das ist einer der Gründe, die dazu führen, dass jeder Fünfte innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose Rheuma aus dem Arbeitsleben ausscheidet. Die Patienten verlieren mit ihrem Beruf einen wichtigen Lebensinhalt, eine Möglichkeit zur Selbstverwirklichung und soziale Kontakte. Und auch das Unternehmen erleidet Verlust: mit dem Mitarbeiter verlässt auch wertvolles Know-how den Betrieb.

RheumaPreis für gelungene Lösungen beruflicher Einbindung
Dies zu ändern, hat sich die Initiative RheumaPreis zum Ziel gesetzt. Die von elf Partnern getragene Initiative setzt sich dafür ein, die beruflichen Chancen von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zu verbessern und zu mehr Offenheit im Umgang mit Rheuma in der Arbeitswelt anzuregen. Deshalb verleiht die Initiative seit 2009 jährlich den RheumaPreis für gelungene, partnerschaftlich entwickelte Lösungen, mit denen Menschen mit Rheuma ein Verbleib im Beruf erleichtert wird. Indem sie positive Beispiele öffentlich macht, möchte die Initiative anderen Anregungen geben und Mut zum Nachahmen machen. Der VDBW zählt zu den Gründern und Partnern der Initiative RheumaPreis. Als VDBW-Repräsentantin und Mitglied der Jury, die die Preisträger auswählt, engagiert sich Dr. Annette Wahl-Wachendorf für die Initiative: „Menschen mit Rheuma sollten erwerbstätig sein, weil es ihnen erfahrungsgemäß gut tut. Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, Menschen mit Rheuma so zu unterstützen, dass sie weiter beruflich aktiv bleiben können. Das Wissen über diese Möglichkeiten ist aber leider noch zu wenig verbreitet“, begründet Dr. Wahl-Wachendorf ihren Einsatz.

Jetzt Patienten zur Bewerbung motivieren
Sind auch unter Ihren Patienten Berufstätige mit Rheuma? Haben Sie Betroffene dabei unterstützt, ein Konzept zu erarbeiten, damit sie aktiv im Beruf bleiben konnten? Dann nominieren Sie diese für den RheumaPreis 2011 oder motivieren Sie sie zur Bewerbung. So erreichen Sie, dass positive Beispiele gelungener Integration öffentlich bekannt werden und tragen zu einem offeneren Umgang mit Rheuma in der Arbeitswelt bei. Vielleicht sind es Ihre „Kandidaten“, die bei der Preisverleihung in diesem Jahr geehrt werden. An der Ausschreibung teilnehmen können Berufstätige mit Rheuma, aber auch Teams, Freiberufler, Hausfrauen / Mütter und Hausmänner / Väter. Teilnehmer senden eine schriftliche Bewerbung bis zum 30. Juni 2011 und beschreiben darin die Ausgangssituation, die Wege zur Veränderung und die erreichte Verbesserung. Eine unabhängige Jury aus Mitgliedern der RheumaPreis Partner entscheidet über die Auszeichnungen. Die Prämierten erhalten ein Preisgeld von 3.000 Euro, das vom Gesundheitsunternehmen Abbott gestiftet wird. Die Arbeitgeber erhalten eine Auszeichnung für bemerkenswertes Engagement für Arbeitnehmer mit Rheuma. Weitere Informationen und die RheumaPreis-Partner finden sie unter www.rheumapreis.de.

 
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