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29.04.13

Veröffentlichung von Arbeitsmedizinischen Empfehlungen und Regeln

Mit der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge, der ArbmedVV, wurde auch der Grundstein für den Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gelegt. Die Aufgaben des AfaMed sind in § 9 Absatz 3 der ArbMedVV beschrieben und liegen unter anderem darin, dem Stand der Arbeitsmedizin entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse zu ermitteln. Aus dem umfangreichen Arbeitsprogramm des AfAMed, seiner Unterausschüsse und Projektgruppen wurden inzwischen einige Arbeitsmedizinische Regeln oder Empfehlungen realisiert.

Arbeitsmedizinische Empfehlungen (AME)
Arbeitsmedizinische Empfehlungen (AME) beruhen ebenfalls auf gesicherten arbeitsmedizinischen Erkenntnissen. Sie werden vom AfAMed aufgestellt oder angepasst und vom BMAS veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Arbeitsmedizinischen Regeln haben die Empfehlungen keine gesetzliche Vermutungswirkung, sondern Empfehlungscharakter. Arbeitsmedizinische Empfehlungen beinhalten wertvolle praxisnahe Informationen und unterstützen die Arbeit von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten nachhaltig. Sie sind konsensual von allen Mitgliedern des AfAMed getragen und damit auch von den Sozialpartnern akzeptiert.

Bisher sind folgende Arbeitsmedizinische Empfehlungen erschienen:
» Psychische Gesundheit im Betrieb
» Zeitarbeit

Arbeitsmedizinische Regeln (AMR)
Arbeitsmedizinische Regeln (AMR) geben den Stand der Arbeitsmedizin und sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse wieder. Sie werden vom AfAMed ermittelt oder angepasst und vom BMAS im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gegeben. Bei Einhaltung der AMR kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass die in der AMR konkretisierten Anforderungen der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge erfüllt sind (Vermutungswirkung, § 3 Absatz 1 Satz 3 ArbMedVV). Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen. Bis heute sind insgesamt fünf Arbeitsmedizinische Regelungen veröffentlicht:

» AMR Nr. 1 zu § 5 ArbMedVV
  Anforderungen an das Angebot von arbeitsmedizinischen
  Vorsorgeuntersuchungen
» AMR Nr. 1 zu § 6 ArbMedVV
  Fristen für die Aufbewahrung ärztlicher Unterlagen
» AMR Nr. 2.1
  Fristen für die Veranlassung / das Angebot von arbeitsmedizinischen
  Vorsorgeuntersuchungen
» AMR Nr. 3.1
  Erforderliche Auskünfte / Informationsbeschaffung über
  die Arbeitsplatzverhältnisse
» AMR Nr. 13.1
  Tätigkeiten mit extremer Hitzebelastung, die zu einer
  besonderen Gefährdung führen können

Häufig gestellte Fragen – der FAQ-Katalog des AfaMed
Zu den Aufgaben des AfaMed gehört es, Regeln und Erkenntnisse zur Konkretisierung der ArbMedVV sowie Regeln und Erkenntnisse zu sonstigen arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen zu ermitteln. Unter der Rubrik FAQ werden Fragen und Antworten sowohl zu (allgemeinen) arbeitsmedizinischen Präventionsmaßnahmen als auch zur (individuellen) arbeitsmedizinischen Vorsorge beantwortet. Momentan umfasst der Katalog insgesamt 65 Fragen mit den entsprechenden Antworten, wobei 22 Fragen sich ausschließlich auf die infektiösen, offenen Lungentuberkulosen (TBC) beziehen.

Detaillierte Informationen zur Arbeit des AfAMed erhalten Sie
unter www.baua.de.


Arbeitsmedizinischen Regeln und Empfehlungen

 
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