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16.09.11

Veranstaltungsrückblick: Konferenz leitender Betriebsärzte „Präventionskampagne 2011“

Präventionsappell
Ausgangspunkt war der Präventionsappell Prävention und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt der Reform des Gesundheitswesens zu stellen. Zentraler Ansatz ist es, mit arbeitsmedizinischer Unterstützung die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern. Mit der medialen Unterstützungskampagne
„jobfit“ soll dies noch stärker in das Bewusstsein von Unternehmen, Beschäftigen und der Bevölkerung gebracht werden. Das Ziel dieser Veranstaltung war es, über den Kampagnenstand zu informieren, aber auch über Fragen und die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Leitende Betriebsärzte haben ein gutes Gespür dafür, wie die erbetene Unterstützung des Präventionsappells durch Unternehmen am besten erreicht werden kann. Zunächst stellte durch Dr. Wolfgang Panter die hohe Übereinstimmung des Präventionsappells mit den Empfehlungen der Booz-Studie „Vorteil Vorsorge“ heraus. Die zentrale Antwort auf die Frage, wie kann die Gesundheitspolitik geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit durch Präventionsmaßnahmen das vorzeitige Ausscheiden vieler Beschäftigter aus dem Berufsleben aufgrund gesundheitlicher Gründe, liegt in beiden Ansätzen in der Stärkung der Arbeitsmedizin. Diese Analyse verleiht der Arbeit von Betriebsärzten Rückenwind und Ihre Ergebnisse bestärken den Berufsverband. Es ist ein
starkes politisches Signal, wenn eine renommierte Institution zum Ergebnis
kommt, dass die Arbeitsmedizin zu einer zentralen Säule der Gesundheitsvorsorge in Deutschland ausgebaut werden muss. Auch die Politik hat die Notwendigkeit erkannt, dass mehr für Prävention und Gesundheitsförderung getan werden muss. Strittig sind Umfang, Zeitpunkt und Finanzierung geänderter Rahmenbedingungen. Für Dr. Panter besteht im Jahr 2012 ein Zeitfenster, um Änderungen anzugehen, denn die Bundestagswahl 2013 wird bald ihren Schatten vorauswerfen und Entscheidungen beeinflussen.

Kampagne „jobfit“
Hauptgeschäftsführer Jochen Protzer berichtete über die Präventionskampagne
„jobfit“, mit der dem Präventionsappell ein Schub verleiht werden soll. Wenn sich zahlreiche Unternehmen mit Bedeutung und Bekanntheitsgrad als Unterstützer der Forderungen zu mehr „Gesundheitsvorsorge im Job“ bereit erklären, dann hat dies Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess. Wenn gleichzeitig zahlreiche Menschen, besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über soziale Netzwerke inspiriert werden, sich zu „jobfit“ zu bekennen, dann kann daraus eine Petition mit enormer Wirkung werden.

5 Minuten für die Präventionskampagne

Bevor wir jedoch andere Menschen gewinnen können, unsere Forderung zu unterstützen, das Gesundheitssystem präventiv umzugestalten, braucht es die Mitwirkung von Betriebsärzten selbst. Die Konferenz leitender Betriebsärzte unterstützt die Aufforderung des Verbands, dass sich zunächst die VDBWMitglieder auf „www.job-fit.net“ eintragen. Dazu braucht es 5 Minuten.
Außerdem werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Betriebsärzten zum Mitmachen aufgerufen und natürlich sind auch Familienangehörige, Freunde und Bekannte herzlich einladen, sich für ein Mehr an Gesundheitsvorsorge im Job zu bekennen.

Social Media und weitere Vorgehensweise
Mit einem Vortrag von Martin Dauth von der Berliner Kommunikationsagentur DauthKaun über Twitter, Facebook & Co. wurden tiefe Einblicke in die Welt der „Generation Digital“ gezeigt. Social Media ist keine Modeerscheinung, sondern eine Revolution der Kommunikation, nicht nur bei jungen Menschen. Diese Entwicklung macht es notwendig, dass sich auch Betriebsärzte damit auseinandersetzen.