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Arbeitsmedizin

08.07.10

Erste Erfahrungen: Fachbezeichnung Arbeitsmedizinische/r Assitent/in VDBW

„Fachlich habe ich von dieser Weiterbildung sehr profitiert. Wir arbeiten sehr selbstständig, da ist es wichtig, über fundiertes Wissen zu verfügen“ so die  medizinische Fachangestellte Lisa Sumelidi, die als Mitarbeiterin des Arbeitmedizinischen Dienstes der EnBW Energie Baden-Württemberg eine der Ersten war, die im Herbst 2008 die neu eingeführte Fachbezeichnung Arbeitsmedizinische Assistentin deutschlandweit erworben hatten.

„Eine standardisierte und qualitätsgesicherte Weiterbildung über die Berufsausbildung hinaus ist eine feste Zielsetzung des Wissensmanagements unserer Abteilung“ führt Dr. Lothar Zell, der Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes der EnBW  aus und ergänzt „davon profitieren die betreuten Mitarbeiter und Patienten, aber auch wir als Ärzte, denn für viele Fragestellungen sind die medizinischen Fachangestellten erster Ansprechpartner und können zu untersuchende Mitarbeiter und Patienten zielgerichteter informieren und die Arbeit der Ärzte effektiver unterstützen.“ Über die Abteilungsperspektive hinaus sieht Dr. Zell auch Effekte für die sich weiterbildenden Mitarbeiter: „Ein persönliches Engagement der Qualifikation geht sicherlich auch mit einem Wettbewerbsvorteil auf dem arbeitsmedizinischen Arbeitsmarkt einher.“

Zwei weitere Kolleginnen von Lisa Sumelidi haben inzwischen das Zertifikat erworben, andere vollenden die erforderlichen Weiterbildungsabschnitte und Rahmenpläne in diesem Herbst. „Für uns war es auch gegenseitig eine Motivation, uns weiter zu qualifizieren und zum fachlichen Standard der Abteilung beizutragen.“ In Ihrer täglichen Arbeit profitieren Lisa Sumelidi und ihre Kolleginnen neben den Lerninhalten aus den funktionsspezifischen Kursen insbesondere auch von den organisatorischen und rechtlichen Grundlagen der Arbeits- und Betriebsmedizin. „Ganz oft geben wir bereits am Telefon den Mitarbeitern Auskunft zu den Notwendigkeiten einer Untersuchung,“ so Lisa Sumelidi, „ aber auch Fragen der Wiedereingliederung, der psychosozialen Arbeitsplatzbelastung bis hin zu EDV-Themen und vielem mehr erfordern aktuelles Hintergrundwissen.“

Und ihre Kollegin Carmen Sauer-Jedelsky, die im Herbst 2009 die Fachbezeichnung erhalten hat, ergänzt mit einem schönen Zitat: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.“


Weitere Informationen zur Weiterbildung


Kriterien zum Erwerb der Fachbezeichnung „Arbeitsmedizinische/r Assistent/in“
- Rahmenpläne 1-4 (gemäß der Bonner Arbeitsgemeinschaft)
- Kurseinheit „Arbeitsmedizinische Gehörvorsorge“
- Kurseinheit „Prüfung des Seh-Leistungsvermögens
- mindestens dreijährige Berufserfahrung in betriebsärztlicher Assistenztätigkeit