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Aktuelle Themen, Arbeitsmedizin

11.07.14

Strategiepapier zur Prävention

Nach vielen erfolglosen Ansätzen für eine gesetzliche Regelungder Prävention nimmt der Zug in der Politik langsamFahrt auf.

Wir als Arbeitsmediziner sind uns einig: Deutschland brauchteindeutig ein Mehr an Prävention und Gesundheitsförderung. Dazu hat das Präsidium ein Strategiepapier erarbeitet, über dessen wesentliche Inhalte wir die Mitglieder an dieser Stelle informieren wollen.

Folgende Kernfelder sind bei der gesetzlichen Regelung zuberücksichtigen:

» Sensibilisieren der gesamten Gesellschaft
» Festlegen von Gesundheitszielen
» Gefährdungsbeurteilung als Grundlage betrieblicher Maßnahmen
» Anreize zur Entwicklung betrieblicher Präventionskonzepte durch die
   Krankenkassen und durch die Unternehmen
» Ausbau der Forschungsförderung, insbesondere der Präventionsforschung zur
   Validierung bestehender Präventionsprogramme
» Ausbau der Arbeitsmedizin zu einer zentralen Säule der Gesundheitsvorsorge und
   Berücksichtigung der zentralen Stellung des Arztes in der Prävention

Wichtigstes politisches Ziel muss es sein, in der Gesellschaft das Präventionsbewusstsein zu stärken, geeignete Gesundheitsziele zu definieren, Maßnahmen und Meilensteinefestzulegen und den Prozess genauso wie das Ergebniszu evaluieren.

Die Betriebs- und Werksärzte können diese Gesundheitsziele durch Aktivitäten in den Betrieben unterstützen. DerBetriebsarzt nimmt eine zentrale Rolle als neutraler Beraterund Lotse in der gesundheitlichen Prävention und dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ein. Dabei müssen die Möglichkeiten der Finanzierung derartiger Aktivitätendurch die Arbeitsgemeinschaften der Krankenkassen, aber auch anderer Sozialversicherungsträger ausgebaut und gesichert werden.

Für das notwendige bundesweite, flächendeckende und umfassende Stärken der gesundheitlichen Prävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung ist eine angemessene betriebsärztliche Versorgung auch für kleinere und mittlere Betriebe zwingend erforderlich.

Beispiel Impfungen: Sie gehören zu den wichtigsten und wirksamsten gesundheitlichen Präventionsmaßnahmen. Betriebsärzte können einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Erhöhung der Impfraten leisten. Neben den beruflichen Indikationenmüssen auch allgemeine Schutzimpfungen durch Betriebsärzte durchgeführt werden können und dafür müssen die Voraussetzungen geschaffen werden.
Nicht zuletzt hat die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge ein wichtiges zusätzliches Ziel eingeführt: Die Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit. Dies ist für die gesamtedeutsche Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung.

Der VDBW plädiert für eine regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorge und die konzeptionelle betriebsärztliche Beratung der Beschäftigten im Alter von 35, 45, 55 und 60 Jahren. 


Das ausführliche Strategiepapier lesen Sie hier

Um den Dialog unserer Thesen fortzuführen, haben wir ein Anschreiben zur Präventionsgesetzgebung an die Abgeordneten des Ausschusses für Gesundheit des Bundestages sowie an den Ausschuss Arbeit und Soziales

 
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