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Arbeitsmedizin

06.04.11

Arbeitsmedizinische Untersuchungen für die Arbeiten auf Windkraftanlagen onshore / offshore

Die Arbeiten auf Windkraftanlagen onshore / offshore

1. Windkraftanlagen an Land (onshore)
Für die Tätigkeit an Windkraftanlagen an Land (onshore) ist die G 41 Vorsorge-Untersuchung Voraussetzung für die Teilnahme an einem Industrie-Kletterkurs von zwei Tagen.

2. Windkraftanlagen auf der deutschen Nord- und Ostsee (offshore)
Für die Tätigkeit auf offshore-Windkraftanlagen benötigt der Bewerber bisher eine arbeitsmedizinische Eignungsuntersuchung nach dem DOTI-Konzept nach Dr. Faesecke mit dem Inhalt der G 25 / G 41, einschließlich Fahrradergometrie und erweitertem Laborprogramm. Es muss eine Bescheinigung mit der Tauglichkeitsbeurteilung „keine Bedenken“ ausgestellt werden. Für diese Untersuchung sollte der Arbeitsmediziner Kenntnisse der Tätigkeiten auf Offshore Windkraftanlagen besitzen wie im DOTI-Konzept ausgeführt.

Die Untersuchungsbescheinigung ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem
Offshore Sicherheits- und Notfall-Training BOSIET 4–5 Tage, das in Deutschland, z.B. bei der Firma BARD in Emden oder bei INASEA, durchgeführt wird.

3. Windkraftanlagen Offshore Deutschland/Ausland

3.1. Deutschland:
Seit Dezember 2010 gibt es die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Maritime Medizin DGMM, die einen vergleichbaren Umfang mit den aufwendig zu erwerbenden ausländischen Offshore-Untersuchungslizenzen haben. Der Untersuchungsumfang entspricht deshalb der G 25 / G 41, G 26.3 (Brandbekämpfung, firefighter) und G 35 Tropen. Sie soll künftig für die Tätigkeiten auf deutschen Offshore-Anlagen angewendet werden. Die internationale Anerkennung dieser Bescheinigung ist in Arbeit, muss jedoch erst noch von den ausländischen Unternehmensverbänden endgültig akkreditiert werden (im Hardanger-Abkommen).

Die Anforderungen an Ärzten sind u.a. in der Berufsordnung und der ArbmedVV geregelt. Danach muss gewährleistet werden, dass für arbeitsmedizinische Untersuchungen die erforderlichen Fachkenntnisse oder die speziellen Anerkennungen oder Ausrüsten bestehen. Für Kollegen, die über diese Fachkenntnisse noch nicht verfügen, wird ein eintägiger Einführungskurs (voraussichtlich im Sommer 2011 in Emden) angeboten.

3.2. International:
Bis zur internationalen Anerkennung der DGMM-Empfehlung muss für die Tätigkeit auf ausländischen Offshore-Einrichtungen eine arbeitsmedizinische Untersuchung bei lizensierten Offshore-Ärzten nach den Standards von NOGEPA (Holland), OGUK = UKOOA (Großbritannien) oder OLF (Norwegen) erfolgen.



Auskunft erteilt Dr. Rogall Landesverband Hamburg im VDBW www.arbeitsmedizin-rogall.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

- Deutsche Gesellschaft für Maritime Medizin DGMM
 
www.maritimemedizin.de

- Industrie-Kletterer Onshore
 
 www.fisat.de

  www.vik-industriekletterschule.de

  www.zeit.de/karriere/beruf/


Industrie-Kletterer Offshore
Für die Tätigkeiten auf Offshore-Windkraftanlagen im Bereich des deutschen Nord- und Ostsee-Raumes ist die Teilnahme an einem Offshore Sicherheits- und Notfall-Training BOSIET, z.B. bei den Firmen:

- BARD in Emden
  www.bard-offshore.de

- Deutsche WindGuard Offshore GmbH in Varel
  www.windguard.de/offshore/offshore-sicherheitstraining

- INASEA
  info@no-spam.offshore-training.de
  www.inasea.de
  www.wesermarsch.de

- Falck Nutec: weltweiter Marktführer in Offshore-Training
  http://www.falcknutec.co.th

- Viking Helikopter GmbH – Bilder zum Heli-Transport auf Windkraftanlagen.
  www.wiking-helikopter.de


Zur Person
Dr. med. Ulrich Rogall
- Facharzt für Arbeitsmedizin
- Facharzt für Allgemeinmedizin
- Certified Disability Manager (CDMP)
Kontakt: praxis@no-spam.arbeitsmedizin-rogall.de